Der Wirkungskreis des Vereins und seine Ziele Bis   zur   Gebietsreform   im   Jahr   1976   gehörten   Jägersruh   und   der   Nachbarort   Döberlitz   zur   damals   noch selbständigen    Gemeinde    Leimitz.    Döberlitz    kam    zur    Gemeinde    Gattendorf    und    verblieb    damit    im Landkreis,   Leimitz   und   Jägersruh   wurden   nach   dem   Mehrheitswillen   bei   einer   Bürgerbefragung   in   die kreisfreie Stadt Hof eingemeindet. Weil   sich   die   drei   Ortsteile   aber   weiter   zusammengehörig   fühlten   und   uns   die   Döberlitzer   Mitglieder   bis heute   die   Treue   halten,   hatte   das   so   gut   wie   keine   Auswirkungen   auf   den   Verein,   der   mangels   eines eigenen     Stadtverbandes     beim     Kreisverband     blieb.     Und     jetzt     mit     Doris     Feustel     sogar     die Kreisvorsitzende stellt, obwohl sie gar nicht im Landkreis wohnt. Aber   das   kennen   wir   ja   schon   von   Landrat   Bernd   Hering,   der   ebenfalls   aus   Jägersruh   ist   und   unserem Verein   als   Mitglied   angehört.   Von   18   Mitgliedern   ist   der   Gartenbauverein   Jägersruh   1951   gegründet worden.   Bis   in   die   90er   Jahre   hat   er   sich   kontinuierlich   zu   einem   stattlichen   Verein   mit   über   180 Mitgliedern   entwickelt   und   war   zeitweilig   der   stärkste   in   den   damals   rund   600   Einwohner   zählenden Ortsteilen.   Ende   der   90er   Jahre   stieg   die   Einwohnerzahl   dank   der   Zuzüge   in   ein   neu   erschlossenes Baugebiet auf fast 1000, gab es noch einmal einen Mitgliederschub auf 218 im Jahr 2006. Davon   sind   rund   40   Kinder   und   Jugendliche.   Ein   blühender   Verein,   könnte   man   also   auf   den   ersten Blick   meinen.   Doch   schaut   man   mal   etwas   genauer   hin,   nimmt   man   wahr,   dass   auch   er   mit   den gravierenden Veränderungen im Altersaufbau der Gesellschaft zu kämpfen hat. Fast   vier   Fünftel   der   Mitglieder   sind   über   30,   ein   Fünftel   ist   unter   18   Jahre   alt.   Mitglieder   im   Alter dazwischen   fehlen   fast   gänzlich.   Von   den   Kindern   und   Jugendlichen   wiederum   sind   schon   sieben zwischen   17   und   18,   die   wegen   Lehre   oder   Studium   dem   Verein   wohl   zumindest   zeitweilig   den   Rücken kehren werden. Die    Zahlen    machen    deutlich,    wie    dringend    notwendig    eine    gut    funktionierende    und    nachhaltige Jugendarbeit    ist.    Denn    wenn    wir    die    Jugend    verlieren,    werden    wir    auch    nicht    mehr    unsere Hauptaufgaben   erfüllen   können:   Gärtnern   im   Einklang   mit   der   Natur,   Umwelt-   und   Naturschutz   sowie die Dorfverschönerung. Dann verlöre der Verein auch die Grundlagen für seine Gemeinnützigkeit. Und     es     ginge     all     das     verloren,     was     Generationen     geschaffen     und     womit     sie     ihn     fest     im gesellschaftlichen Leben nicht nur der drei Ortsteile verankert haben. Welch grandiose Leistung das war, belegt der Streifzug durch die bewegte Geschichte des Vereins.