Ein   Streifzug   durch   die   bewegte   Geschichte   des   Gartenbauvereins Jägersruh - Schon fast 60, aber noch quicklebendig Das   Ende   des   Zweiten   Weltkrieges   liegt   erst   sechs   Jahre   zurück.   Noch   immer   sind   die   Menschen   und die   Verhältnisse   von   jener   schrecklichen   Katastrophe   stark   gezeichnet.   Dennoch:   Die   gröbste   Not   ist gelindert     und     die     Bevölkerung     strahlt     wieder     Zuversicht     aus.     überall     beginnt     sich     neues gesellschaftliches    Leben    zu    regen    und    Vereinsneu-    oder    Wiedergründungen    stehen    auf    der Tagesordnung. Auch in der der Gemeinde Leimitz und ihren Ortsteilen Jägersruh und Döberlitz. Am    25.    November    1951,    einem    kalten    und    nebligen    Herbsttag,    treffen    sich    in    der    Gaststätte ,,Waldschänke"   achtzehn   Gemeindebürger,   um   den   Obst-   und   Gartenbauverein   Jägersruh   ins   Leben zu   rufen.   Vom   damaligen   Kreisfachberater   und   Bezirksgärtner   Robert   Hölzel   aus   Hof   eingehend   über Sinn    und    Zweck    eines    solchen    Vereins    informiert,    wählen    sie    Adam    Schnabel    zu    ihrem    ersten Vorsitzenden,   Hans   Höpfner   zu   dessen   Stellvertreter,   Josef   Hörath   zum   Schriftführer,   Willi   Schulz   zum Kassier und Fritz Posselt zum Obstbaumwart. Ihr      erster      Beschluss:      Die      Anschaffung      einer      Obstbaumspritze.      Jedes      der      achtzehn Gründungsmitglieder   verpflichtet   sich,   als   einmaligen   Beitrag   zehn   Mark   in   zwei   Monatsraten   zu   je   fünf Mark   zu   zahlen   -   damals   eine   stattliche   Summe.   Der   monatliche   Beitrag   wird   auf   zwanzig   Pfennig festgesetzt. Wegen    eines    heftigen    Schneetreibens    am    10. Februar   1952   erscheinen   zur   ersten   Versammlung nur      wenige      Mitglieder,      weshalb      sie      nicht beschlussfähig   ist.   Stolz   wird   die   neuangeschaffte Obstbaumspritze   vorgeführt,   die   dem   Verein   den   zu dieser Zeit riesigen Betrag von 169,60 Mark kostet. Erste    weitreichende    Beschlüsse    werden    bei    der nächsten   Mitgliederversammlung   gefasst.   So   wird eine    Aufnahmegebühr    von    drei    Mark    und    die halbjährliche       Beitragskassierung       beschlossen. Geteilte   Meinungen   gibt   es   -   viele   sehen   darin   ein zu    hohes    Risiko    -    über    die    Organisation    eines Waldfestes.   Einmütigkeit   besteht   dagegen   über   die Anschaffung    eines    Verlängerungsrohres    für    die Baumspritze. Bis   zur   ersten   Hauptversammlung   am   7.   Dezember   1952   ist   die   Mitgliederzahl   auf   22   angewachsen.   In dieser   Versammlung   wird   der   Kauf   einer   Baumschere,   einer   Baumsäge   und   eines   Dampfentsafters beschlossen.   Ferner   kommt   man   wegen   der   unerwartet   günstigen   finanziellen   Entwicklung   überein,   von den    zur    Gründungsversammlung    einmalig    bezahlten    zehn    Mark    an    die    Mitglieder    wieder    drei zurückzuzahlen.   Das   wird,   sozusagen   als   Weihnachtsgeschenk,   bei   der   ersten   Weilmachtsfeier   am   27. Dezember 1952 getan. Mit dem Verein wachsen auch die Ansprüche Mit     dem     Verein     wachsen     auch     die     Ansprüche:     Schon     1954     diskutiert     man     bei     einer Mitgliederversammlung   am   14.   März   über   den   Kauf   einer   fahrbaren   Baumspritze.   Wegen   des   hohen Preises   -   sie   ist   mit   325   Mark   veranschlagt   -   wird   die   Anschaffung   aber   um   ein   Jahr   verschoben.   Bei der   ersten   Mitgliederversammlung   im   Jahre   1955,   die   in   der   jetzt   nicht   mehr   existierenden   Gaststätte Hager   gehalten   wird,   ist   es   dann   soweit:   Für   den   Preis   von   415   Mark   wird   ihr   Kauf   beschlossen.   Noch heute     ist     sie     zu     bewundern.     1957     tagt     der     Verein     erstmals     im     Waldfrieden.     Bei     der Generalversammlung   am   9.   November   wird   beschlossen,   pro   Mitglied   einen   Baustein   im   Gegenwert von   einer   Mark   zum   Bau   der   Landesgeschäftsstelle   in   München   zu   finanzieren.   Der   Verein   zählt inzwischen 43 Mitglieder. Bis   zur   Generalversammlung   1959   ist   der   Kassenbestand   auf   491,97   Mark   angestiegen.   In Anbetracht der   guten   finanziellen   Entwicklung   wird   am   25.   Februar   1961   das   erste   Vereinsessen   gegeben.   In   der Waldschänke    werden    Schweinshaxen    serviert,    das    Stück    für    zwei    Mark.    Im    zehnten    Jahr    des Bestehens wächst die Mitgliederzahl auf fünfzig. Nach   elfjähriger Tätigkeit   legt   Willi   Schulz   bei   der   Jahreshauptversammlung   am   9.   Dezember   1962   sein Amt   als   Kassier   nieder.   Sein   Nachfolger   wird   Manfred   Rödel.   In   dieser   Hauptversammlung   kommt   es zu   Wortgefechten   über   die   Abgabe   an   den   Landesverband,   die   von   1,50   auf   2,10   Mark   erhöht   worden ist.     Die     Mehrheit     der     Versammelten     lehnt     trotz     dieser     Mehrbelastung     eine     Erhöhung     der Mitgliedsbeiträge ab. Einen   ganz   und   gar   außergewöhnlichen   Verlauf   nimmt   die   Jahreshauptversammlung   am   30.   November 1963.   Vorsitzender Adam   Schnabel   und   sein   Stellvertreter   Hans   Höpfner   kandidieren   nicht   mehr.   Zwar werden   daraufhin   Alfred   Schörner   und   Albert   Braun   an   ihre   Stelle   gewählt,   doch   nehmen   beide   die Wahl   nicht   an.   Nur   der   als   neuer   Schriftführer   gewählte   Max   Röder   tritt   sein Amt   auch   an.   Kassier   bleibt Manfred   Rödel.   Nur   wenige   Wochen   danach   -   am   12.   Januar   1964   -   findet   eine   außerordentliche Generalversammlung   statt,   bei   der   Adam   Schnabel   schließlich   noch   einmal   zum   Vorsitzenden   und Alfred Schaller zum Stellvertreter gewählt wird. Adam Schnabel gibt nach vier Amtsperioden den Vorsitz ab Nach   sechzehn   Jahren   gibt   es   damit   am   2.   Dezember   1967   den   ersten   Wechsel   an   der   Spitze   des Vereins:   Alfred   Schaller   tritt   die   Nachfolge   von   Adam   Schnabel   an,   dessen   Verdienste   um   den   Verein eine    besondere    Würdigung    erfahren.    Neuer    zweiter    Vorsitzender    wird    Ewald    Ebert,    während    die übrigen Vorstandsmitglieder in ihren ämtern bestätigt werden. Ältere   Mitglieder   werden   sich   noch   amüsiert   an   die   Weihnachtsfeier   1967   erinnern.   Fragte   bei dieser   Feier   doch   die   Ehefrau   von Alfred   Schaller   verwundert:   Warum   schwingt   mein   Mann   denn so   große   Reden?   Erst   an   jenem   Abend   will   sie   erfahren   haben,   dass   der   schon   seit   sieben Monaten Vorsitzender des Vereins ist. Im   Jahr   1968   überschreitet   der   Kassenbestand   mit   1118,22   Mark   erstmals   die   1000er-Grenze.   Und   ein Jahr   darauf   -   am   19.   November   1969   -   gibt   es   erneut   einen   Führungswechsel:   Neuer   Vorsitzender   wird Fred   Steinhäuser.   Einen   Höhepunkt   im   Vereinsleben   bis   dahin   bildet   die   Zwanzig-Jahr-Feier   am   24.   Juli 1971.   Das   herrliche   Wetter   an   diesem   Tag   ermöglicht   es,   im   Garten   des   Gründungslokals   zu   feiem. Als Festessen   gibt   es   Schweinshaxen.   Ein   gegen   23   Uhr   urplötzlich   aufkommendes   Gewitter   setzt   der stimmungsvollen Feier aber ein jähes Ende. Eine   bittere   Pille   müssen   die   Mitglieder   bei   der   Jahreshauptversammlung   im   November   schlucken.   Die Abgabe   an   den   Landesverband   wird   auf   2,50   Mark   plus   fünfzig   Pfennig   für   die   Unfallversicherung erhöht. Die Anhebung der Mitgliedsbeiträge auf jährlich fünf Mark ist deshalb unausweichlich. Wesentliche   Veränderungen   für   den   Verein   bringt   die   Jahreshauptversammlung   am   20.   November 1974:   Max   Röder   wird   neuer   Vereinschef   und   Oskar   Kießling   sein   Stellvertreter,   neue   Schriftführerin wird   Hilde   Renn,   nur   Kassier   Manfred   Rödel   bleibt   in   seinem Amt.   Der   Beitrag   muss   erneut   um   eine   auf sechs Mark angehoben werden. Bereits    ein    Jahr    später    wird    Willi    Strößenreuther    aus    Döberlitz    zum    neuen    stellvertretenden Vorsitzenden   und   Dieter   Feustel   zum   neuen   Schriftführer   gewählt.   Hilde   Renn   hatte   ihre   Protokolle   in der alten deutschen Schrift abgefasst, die kaum einer mehr lesen konnte. Große Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehen Am   4.   September   1976   feiert   der   Verein   mit   über   150   Gästen   im   Schützenhaus   sein   25.   Jubiläum.   Von den   noch   lebenden   Gründungsmitgliedern   nehmen   neun   an   dem   Festabend   teil.   Im   Jubiläumsjahr,   in dem   der   Gartenbauverein   schon   71   Mitglieder   zählt,   wird   auch   die   Satzung   geändert.   Danach   werden die Vorstandsmitglieder künftig vier Jahre im Amt sein. Gleich   zwei   Premieren   gibt   es   im   Jahr   1977:   Das   Sommerfest   wird   am   2.   und   3.   Juni   erstmals   zwei Tage   lang   in   einem   Bierzelt   gefeiert   und   am   1.   Oktober   steht   die   erste   Erntedankfeier   mit   Pfarrer   Hans Stettner auf dem Programm. Dabei werden - auch das ist eine Neuheit - lustige Einakter aufgeführt. Der   allererste   Blumenschmuckwettbewerb   wird   im   Sommer   1979   durchgeführt.   Als   Rahmen   für   die Preisverteilung   dient   die   Erntedankfeier.   Der   damalige   Oberbürgermeister   Dr.   Hans   Heun   ist   voll   des Lobes   über   den   Verein   und   würdigt   seinen   Beitrag   zur   Ortsverschönerung.   Drei   Jahre   zuvor   waren Leimitz   und   Jägersruh   in   die   Stadt   Hof,   Döberlitz   nach   Gattendorf   eingemeindet   worden.   Mit   106 Mitgliedern wird in diesem Jahr erstmals die Hundertergrenze überschritten. Kontroverse Diskussion um gemeinsames Fest Die     Hauptversammlung     am     23.     November     1980     befasst     sich     mit     dem     Vorschlag     des Kleintierzuchtvereins,   die   Sommerfeste   beider   Vereine   zusammenzulegen,   sie   gemeinsam   an   einem bestimmten     Termin     unterm     Dach     eines     Bierzeltes     zu     feiern     und     damit     termin-     sowie witterungsunabhängiger   zu   sein.   Nach   kontroverser   Diskussion   zwischen   Befürwortern   und   Gegnern stimmen schließlich 19 für und sieben Mitglieder gegen den Vorschlag, 15 enthalten sich der Stimme. Dem   Beschluss   des   Vorjahres   folgend,   wird   an   Pfingsten   1981   das   erste   gemeinsame   Fest   mit   dem Kleintierzuchtverein   gehalten.   In   diesem   Jahr   werden   Röcke   und   Schürzen   angeschafft,   mit   denen   sich die    an    Festzügen    teilnehmenden    Mitglieder    einheitlich    präsentieren    können.    Außerdem    wird    ein Vertikutierer   gekauft.   Nach   fast   zwanzigjähriger Tätigkeit   tritt   Manfred   Rödel   bei   der   Hauptversammlung am 22. November als Kassier zurück, Nachfolger wird Rudi Gernoth. 1982   erweitert   der   Verein   seine   Aktivitäten   um   Altpapiersammlungen,   die   jeweils   im   Frühjahr   und Herbst   durchgeführt   werden.   Es   wird   ein   Häcksler   angeschafft,   und   unter   der   Regie   von   Berthold Dietrich    und    der    tatkräftigen    Mithilfe    von    einigen    anderen    Mitgliedern    wird    eine    sehr    praktische Wellblechbude für die Pfingstfeste gebaut. Die    Jahreshauptversammlung    am    21.    November    beschließt    die   Anhebung    des    Beitrages    für    die inzwischen   150   Mitglieder   von   sechs   -   wovon   allein   vier   an   den   Landesverband   abzuführen   waren   -   auf zehn    Mark.    Wegen    eines    Formfehlers    muss    die    Abstimmung    darüber    -    sie    war    nicht    auf    der Tagesordnung   angekündigt   -   bei   der   Mitgliederversammlung   am   20.   Februar   1983   wiederholt   werden. Die   Anhebung   wird   ebenso   einstimmig   befürwortet   wie   die   Verlegung   der   Hauptversammlungen   von November auf Januar oder Februar. Vereinshäuschen in nur fünf Monaten von vielen fleissigen Helfern hingestellt   1983   werden   erstmals   die   Pläne   der   Vereinsleitung   zum Bau   eines   Gerätehäuschens   vorgelegt   und   diskutiert.   Das inzwischen      auf      über      14.000      Mark      angewachsene Vereinsvermögen   erleichtert   es   der   Hauptversammlung   am 29.     Januar     1984     erheblich,     dem     Bau     zuzustimmen. Mehrere    Landwirte    stellen    das    dafür    benötigte    Holz    zu einem    Vorzugspreis    zur    Verfügung.    In    Hunderten    von freiwilligen     Arbeitsstunden     und     von     vielen     fleissigen Mitgliederhänden   wird   das   Häuschen   zwischen   April   und August    fertiggestellt.    Mit    rund    11.500    Mark    werden    die veranschlagten Kosten fast eingehalten. Der    Bau    des    Häuschens    leitet    einen    Wendepunkt    im Vereinsleben   ein.   War   bis   dahin   das   Vereinsinventar   zum Teil   auch   auf   die   Privathäuser   mehrerer   Mitglieder   verteilt, konnte    es    jetzt    erstmals    an    einem    Ort    untergebracht werden.   Noch   wichtiger   aber:   Der   Verein   hat   endlich   ein eigenes   Zuhause,   kann   auch   einmal   unter   sich   bleiben   und selbst Gäste empfangen.   Max Röder verhalf Verein zu rasanter Entwicklung - Frau wird erstmals Vorsitzende Bei   der   Jahreshauptversammlung   am   1.   März   1986   gibt   es   einen   herben   Verlust   für   den   Verein:   Max Röder   tritt   aus   gesundheitlichen   Gründen   nach   fast   zwölfjähriger   Amtszeit   als   Vorsitzender   zurück.   Bis zu    den    Neuwahlen    l987    sollen    Oskar    Kießling,    Alfred    Kröner,    Rudi    Gernoth    und    Dieter    Feustel kommissarisch   die   Geschäfte   führen.   Im   Sommer   erklärt   dann   aber   auch   noch   zweiter   Vorsitzender Oskar Kießling seinen Rücktritt. Die   schwierige   Übergangszeit   wird   zur Jahreshauptversammlung        am        31. Januar   1987   beendet:   Mit   Doris   Feustel wird   erstmals   eine   Frau   an   die   Spitze des     nun     206     Mitglieder     zählenden Vereins    gewählt.    Helmut    Reuther    und Matthias         Wenzel         werden         ihre Stellvertreter.   Für   besondere   Verdienste wird    Willi    Strößenreuther    geehrt,    der neun           Jahre           lang           zweiter Vereinsvorsitzender war. Am   1.   März   findet   unter   Mitwirkung   aller örtlichen      Vereine      der      erste      große Faschingsumzug      in      Jägersruh      statt. Petra   und   Helmut   Reuther   und   ihre   Helfer   haben   dabei   mit   großem   Engagement   eine   private   Initiative von   Hilde   Dietrich   fortgeführt.   Im   Sommer   wird   -   wieder   unter   tatkräftiger   Mithilfe   vieler   Mitglieder   -   ein Anbau   für   das   Gerätehäuschen   geschaffen.   Die   Kosten   betragen   rund   2500   Mark.   Im   Herbst   findet wegen mangelnder Nachfrage die vorerst letzte Altpapiersammlung statt. Alfred   Kröner   löst   bei   der   Hauptversammlung   am   30.   Januar   1988   Rudi   Gernoth   als   Kassier   ab,   der sein   Amt   nach   sieben   Jahren   aus   beruflichen   und   privaten   Gründen   zur   Verfügung   stellt.   Zu   einem wichtigen   Thema   wird   in   diesem   Jahr   die   Gemeinnützigkeit,   zu   einem   Entschluss   in   dieser   Frage kommt     es     aber     noch     nicht.     Mit     der     Pflanzung     von     hundert     Wildsträuchern     entlang     des Waldfriedenweges leistet der Verein einen Beitrag zur Rekultivierung der Landschaft. Unter   Hinweis   auf   den   teuren   Anschluss   des   Gerätehäuschens   an   die   Strom-   und   Wasserversorgung wird   der   Beitrag   bei   der   Hauptversammlung   am   18.   Februar   1989   von   zehn   auf   zwölf   Mark   jährlich erhöht.   Dank   des   Entgegenkommens   des   Kleintierzuchtvereins,   der   die   Leitung   durch   sein   Grundstück legen   lässt,   kann   das   Häuschen   am   8.   April   1989   mit   Wasser   versorgt   werden.   Der   Stromanschluss erfolgt etwas später. Höhepunkt   1991   ist   der   Festabend   aus   Anlass   des   40-jährigen   Bestehens   des   jetzt   220   Mitglieder zählenden    Vereins.    Die    verdienten    Mitglieder    Manfred    Rödel    und    Max    Röder    werden    1992    zu Ehrenmitgliedern   ernannt.   Für   den   Verein   insgesamt   ist   es   eine   Ehre,   als   gemeinnützig   anerkannt   zu werden.   Am   Schulsteig   wird   die   neue   Ruhebank   aufgestellt,   die   ein   Geschenk   der   örtlichen   Vereine zum   vierzigsten   Jubiläum   war.   Dazu   werden   als   Symbol   der   Zusammengehörigkeit   von   Jägersruh, Leimitz und Döberlitz drei Bäume gepflanzt und ein Findling gesetzt. 1994   hat   der   Verein   erstmals   über   20.000   Mark   in   der   Kasse.   In   diesem   Jahr   der   Landesgartenschau   in Hof   nimmt   eine   starke   Abordnung   im   ,,Vereinsgewand"   und   mit   einem   wunderschön   geschmückten Festwagen am Volksfestumzug teil. Vorsitzende   Doris   Feustel   kündigt   wegen   ihres   Engagements   im   Kreisvorstand   an,   nicht   mehr   für   das Amt   kandidieren   zu   wollen.   Aus   familiären   Gründen   will   auch   der   zweite   Vorsitzende   Matthias   Wenzel als einer der beiden Stellvertreter nicht mehr zur Wahl antreten. Modellversuch mit einem gleichberechtigten Führungstrio Bei    der    Jahreshauptversammlung    am    18.    Februar    1995    finden    sich    keine    Nachfolger,    weshalb zunächst   nur   ein   Rumpfvorstand   mit   dem   weiteren   zweiten   Vorsitzenden   Helmut   Reuther   und   Siegfried Schmidt   als   Nachfolger   für   den   ebenfalls   nicht   mehr   kandidierenden   Kassier   Alfred   Kröner   gewählt wird.   Weil   sich   keine   Lösung   abzeichnet,   macht   die   außerordentliche   Generalversammlung   am   29. April mit   einer   Satzungsergänzung   den   Weg   für   einen   Modellversuch   frei:   Es   wird   ein   gleichberechtigtes Führungstrio   für   die   Dauer   von   zwei   Jahren   gewählt.   Helmut   Reuther   und   Silvia   Schmidt   sind   für   die Organisation   und   die   Vertretung   des   Vereins   nach   innen   und   außen   zuständig,   Ernst   Ploß   ist   der Ansprechpartner für die Mitglieder in allen Fachfragen. Dank     der     Initiative     und     vieler     freiwillig     geleisteter    Arbeitsstunden     der     ,,Siedler"     Heinz Pechmann,    Ernst    Ploß,    Gerhard    Oelschlegel    und    Peter    Strunz    erhält    der    Verein    1996    eine schmucke Pfingstfest-Verkaufsbude aus Holz. Kassier   Siegfried   Schmidt   legt   erstmals   einen   Finanzplan   vor,   den   das   Finanzamt   im   Zusammenhang mit     der     Gemeinnützigkeit     als     Verwendungsnachweis     für     das     Vereinsvermögen     verlangt.     Die Theatergruppe   des   Vereins   blickt   auf   zwanzig   aufregende   und   erfolgreiche   Jahre   zurück.   Zum   Erfolg   in den   zwei   Jahrzehnten   haben   lnge   Klügel   (1976   bis   1991),   Irene   und   Oskar   Kießling   (1976   bis   1991) sowie    Petra    Reuther    (ab    1992)    mit    ihren    Inszenierungen    beigetragen.    Der    Zusammenhalt    in    der Gruppe   und   der   ,,Spaß   an   der   Freud"   waren   in   erster   Linie   für   sie   und   die   vielen   Laienspieler   aus   dem Verein    und    von    außerhalb    das    Motiv    zu    immer    wieder    neuen    Auftritten    nicht    nur    bei    den Erntedankfeiern. Erhöhung des Mitgliedsbeitrags heftig umstritten Nicht   unumstritten   ist   bei   der   Hauptversammlung   1998   eine   Beitragserhöhung   von   bisher   12   auf   künftig 15   Mark   jährlich,   die   mit   der   spürbar   gestiegenen   Verbandsabgabe   begründet   wird.   Obwohl   einige Mitglieder strikt gegen die Anhebung sind, stimmt schließlich die Mehrheit dafür. Um    die    Lücke    wieder    schließen    zu können,   die   der   Tod   Helmut   Reuthers   in der     Vereinsführung     hinterlassen     hat, kehrt         der         Verein         bei         der Jahreshauptversammlung    am    6.    März 1999       zum       alten       Vorstandsmodell zurück.    Doris    Feustel    wird    mit    einem riesigen   Vertrauensvorschuss   erneut   zur ersten      Vorsitzenden      gewählt,      eine nachträgliche          Bestätigung          ihrer Verdienste    um    den    Verein    bei    ihrer vorherigen                             achtjährigen Führungstätigkeit.   Siegfried   Schmidt   und Joachim    Frank    werden    ihre    Stellvertreter,    Schmidt    in    Personalunion    als    Kassier    und    Frank    als gleichzeitiger   Jugendleiter.   Jugendbeauftragte   werden   Silvia   Schmidt   und   Siegfried   Galbierz.   Während es   in   der   Nachwuchsarbeit   also   hervorragend   voran   geht,   muss   die   Theatergruppe   im   21.   Jahr   ihres Bestehens aus personellen Gründen passen. Neue    Wege    beschreitet    auch    die    Bastelgruppe,    die    schon    seit    vielen    Jahren    fantasievoll    den Weihnachtsbasar   gestaltet   und   sich   so   auf   ihre   Weise   um   den   Verein   verdient   gemacht   hat:   Sie verkauft   mit   großem   Erfolg   erstmals   Adventsgestecke   und   Adventskränze   sowie   Christbaumschmuck und   muss   das   in   den   folgenden   Jahren   wegen   der   großen   Nachfrage   weit   über   Jägersruh   hinaus   über viele Jahre tun. Zwei für den Verein einschneidende Änderungen Zwei   einschneidende   änderungen   setzt   die   neue   Vereinsleitung   bei   der   Jahreshauptversammlung   im Jahr   darauf   durch:   Es   wird   keinen   Blumenschmuckwettbewerb   mehr   geben,   weil   er   nur   Unruhe   in   die Mitgliedschaft    gebracht    und    den    Organisatoren    viel    ärger    bereitet    hat.    Nach    fast    25    Jahren    wird außerdem   die   Erntedankfeier   vom   Programm   gestrichen,   die   zum   jährlich   wiederkehrenden   Ritual   zu erstarren   und   für   die   meisten   zur   nur   noch   lästigen   Pflichterfüllung   zu   werden   drohte.   Während   es   von den     über     sechzig     anwesenden     Mitgliedern     nicht     einen     Einwand     gegen     die     Streichung     des Blumenschmuckwettbewerbs    gibt,    bedauern    vor    allem    ein    paar    ältere    den    geplanten    Wegfall    der Erntedankfeier. Sie verweisen auf deren Tradition und ihre hohe Bedeutung für einen Gartenbauverein. Vorsitzende   Doris   Feustel   verteidigt   ihren   von   der   Vereinsleitung   abgesegneten   Vorstoß.   Nicht mehr   an   den   Termin   des   Erntedankfestes   gebunden,   sei   man   zeitlich   wie   auch   inhaltlich   sehr viel   flexibler   bei   der   Ausgestaltung   der   anderen   Vereinsveranstaltungen,   argumentiert   sie.   Die Mitgliederehrungen       könnten       künftig       die       Jahreshauptversammlungen       oder       andere Veranstaltungen   aufwerten.   Erst   die   Zukunft   werde   zeigen,   ob   man   damit   den   richtigen   Weg einschlage.    Im    übrigen    schließe    sie    nicht    aus,    dass    die    Feier    einmal    wiederbelebt    werden könnte.    Keine    Träne    weine    sie    der    Streichung    des    Blumenschmuckwettbewerbs    nach,    der einmal   als Anreiz   zur   Ortsverschönerung   gedacht   gewesen   sei.   Es   gebe   inzwischen   viele   schön geschmückte   Häuser   und   prachtvolle   Vorgärten,   die   aber   zum   Verdruss   der   Betroffenen   wegen nur eines Bewertungspünktchens nicht prämiiert worden seien. Als   Symbol   des   Zusammenwachsens   von Alt-Jägersruh   mit   dem   Neubaugebiet   wird   im   Sommer   in   der Grünanlage   zwischen   beiden   Ortsbereichen   eine   Rotbuche   gepflanzt.   Mögen   die   Neubürger   bald   in   die Ortsgemeinschaft    integriert    sein    und    frischen    Wind    in    das    rege    gesellschaftliche    Leben    bringen, wünscht sich die Vorsitzende. Die    Aufbruchstimmung     im     Freizeitgartenbau     ist     bei     einem     Schulungstag     für     Führungs-     und Nachwuchskräfte   der   Gartenbauvereine   im   Landkreis   Hof   zu   spüren,   den   der   Landesverband   unter dem Motto ,,Unser Lebensraum im Finklang mit der Natur" im Oktober im Züchterheim veranstaltet. Erneut   löst   die   Nachricht   vom   Tod   eines   verdienten   Mitglieds   tiefe   Trauer   beim   Verein   aus: Am   Morgen nach   der   Weihnachtsfeier   stirbt   plötzlich   und   völlig   unerwartet   Karl   Thiel,   der   wenige   Wochen   zuvor seinen   80.   Geburtstag   gefeiert   hatte.   Karl   Thiel   gehörte   dem   Verein   47   lange   Jahre   an.   Für   seine Verdienste erhielt er 1993 die goldene Ehrennadel. 2001   wird   der   Verein   ein   halbes   Jahrhundert   alt.   Weil   er   nicht   mehr   aus   dem   gesellschaftlichen   Leben wegzudenken   ist,   soll   die   Gesellschaft   auch   Anteil   haben   an   diesem   runden   Jubiläum.   Der   Einladung zu   einem   "Tag   der   offen   Tür"   auf   dem   Vereinsgelände   folgen   über   300   Besucher,   darunter   natürlich Vertreter   aller   örtlichen   und   befreundeter   Vereine   aus   benachbarten   Orten.   Die   Ortsvereine   bringen eine rustikale Holzbank als gemeinsames Geschenk zum 50. Geburtstag mit. Der   Festkommers   findet   am   6.   Oktober   im   Züchterheim   statt.   Als   Ehrengäste   sind   die   stellvertretende Bezirksvorsitzende   Maria   Wiehle,   Landrat   Bernd   Hering   sowie   der   Hofer   Bürgermeister   Eberhard   Siller und   sein   Gattendorfer   Kollege   Siegfried   Schörner   dabei.   Karin   Wolfrum   lässt   mit   Presseschlagzeilen die   fünfzig   Jahre   Revue   passieren,   Landrat   Hering   ehrt   treue   und   verdiente   Mitglieder   als   in   diesem   Fall Gleicher   unter   Gleichen.   Er   ist   selbst   seit   langem   Mitglied   des   Vereins.   Wie   schon   beim   "Tag   der offenen   Tür"   gibt   es   für   alle   Gäste   eine   72-seitige   Festschrift,   die   von   der   heimischen   Wirtschaft großzügig gesponsert worden war. Im   Jahr   darauf   löst   der   Gartenbauverein   sein   Jubiläumsversprechen   ein   und   spendiert   der   Christian- Wolfrum-Schule   eine   Umwelttruhe   im   Wert   von   rund   250   Euro.   Bei   der   Hauptversammlung   am   16. Februar   nehmen   sie   die   Lehrer   Werner   Hofmann   und   Stefan   Stadelmann   entgegen,   deren   Klassen   fünf und sechs im Leimitzer Schulhaus unterrichtet werden. Am   6. April   2002   findet   eine   große   "Saubermach-Aktion"   im   Waldstück   von   Christa   Hörath   statt,   das   zur wilden   Müllkippe   verkommen   war.   Unterstützung   gab   es   von   Jagdaufseher   Karl   Fichtner   und   der Wertstofferfassungsfirma     Böhme,     deren     Geschäftsführer     ein     Neu-Jägersruher     ist.     Eine     starke Abordnung    mit    vielen    Kindern    und    Jugendlichen    nimmt    am    23.    Juni    in    Vereinskluft    und    mit    der Gartenklause   am   Festzug   anlässlich   des   75.   Jubiläums   der   Kirchengemeinde   Sankt   Johannes   teil.   Im Juli   verabschiedet   sich   Pfarrer   Hans   Stettner   bei   einem   Gottesdienst   in   den   Ruhestand,   der   den   Verein über   Jahrzehnte   begleitet   hat   und   ihm   als   Mitglied   weiter   verbunden   ist.   Außerdem   beteiligt   sich   der Gartenbauverein mit 50 Euro an einer Spendenaktion für die sächsischen Flutopfer. Turbulent   verläuft   das   Jahr   2003.   Doris   Feustel   steht   für   eine   weitere   Amtszeit   als   Vorsitzende   nicht mehr   zur   Verfügung.   "Zwölf   Jahre   in   diesem Amt   sind   genug,   machen   die   Zeit   reif   für   einen   Wechsel   an der   Spitze   des   Vereins,   dem   neues   Blut   und   neue   Ideen   nur   gut   tun   können",   begründet   sie   ihren Schritt.   Auch   die   zweiten   Vorsitzenden   Joachim   Frank   und   Karl   Toenges   kandidieren   aus   beruflichen Gründen   ebenso   nicht   mehr   wie   Kassier   Siegfried   Schmidt.   Bei   der   Jahreshauptversammlung   am   7. März    werden    alle    übrigen    Vereinsleitungsmitglieder    -    neu    darunter    ist    Gisela    Gruber    als    weitere Jugendbeauftragte    neben    Andrea    Hering    -    gewählt    und    berufen    innerhalb    vier    Monate    eine außerordentliche   Mitgliederversammlung   ein.   Bis   dahin   führen   die   bisherigen   Amtsinhaber   den   Verein kommissarisch   weiter.   Weil   sich   bei   der   am   13.   Juni   stattfindenden   außerordentlichen   Zusammenkunft kein   Vorsitzender   findet,   werden   Schriftführer   Dieter   Feustel   und   Gartenpflegerin   Gisa   Jung   unter Beibehaltung    dieser    Funktionen    zu    stellvertretenden    Vorsitzenden    gewählt    mit    dem    Auftrag,    die Geschäfte   des   Vereins   bis   zu   den   nächsten   turnusmäßigen   Neuwahlen   2005   weiter   zu   führen.   Neue Kassiererin wird Diana Köppel. Im   Alter   von   95   Jahren   stirbt   2004   das   einzige   noch   lebende   Gründungsmitglied   Walter   Steinhäuser, das   seit   1983   Ehrenmitglied   war.   Verstorben   sind   in   diesem   Jahr   auch   Peter   Jung   und   Willy   Pippig. Beide   gehörten   zu   den Aktivposten   im   Verein.   Jung   arbeitete   über   viele   Jahre   in   der   Vereinsleitung   mit und war zuletzt zuständig für die Vereinsanlage, Pippig war lange in der Theatergruppe aktiv. Nach fast zwei Jahren wieder eine komplette Führungsmannschaft Nach   fast   zwei   Jahren   unter   kommissarischer   Leitung   bekommt   der   Verein   bei   der   Hauptversammlung am   4.   März   2005   wieder   eine   komplette   Führungsmannschaft.   Zum   neuen   Vorsitzenden   wird   Dieter Feustel   gewählt,   seine   Stellvertreterin   ist   Gisa   Jung.   Ganz   neu   im   Amt   sind   Kassiererin   Elke   Becher und   Schriftführerin   Heike   Kießwetter.   Als   weitere   Jugendgruppenleiterin   stellt   sich   Marion   Jungiereck für   die   aus   beruflichen   Gründen   ausscheidende   Andrea   Hering   zur   Verfügung,   Peter   Strunz   tritt   die Nachfolge   des   verstorbenen   Peter   Jung   als   Häuschenwart   an.   Nach   über   22   Jahren   muss   erstmals   das Dach   des   Vereinsheislas   neu   gedeckt   werden.   Die   Bastelgruppe   veranstaltet   ihren   Adventsbasar   in diesem Jahr das vorerst letzte Mal und legt nach über zwanzig Jahren eine schöpferische Pause ein. Das   Jahr   2006   steht   ganz   im   Zeichen   der   Neuausrichtung   der   Jugendarbeit.   Die   Hauptversammlung am    17.    Februar    wählt    Karl    Toenges    einstimmig    zum    Jugendleiter.    Schon    zuvor    hatte    sich    die Jugendabteilung,   die   sich   in   die   Gruppe   der   Sechs-   bis   Elfjährigen   und   der   Zwölf-   bis Achtzehnjährigen gliedert, drei eigene Vorstände gewählt. Seit   inzwischen   25   Jahren   gibt   es   in   diesem Jahr   das   gemeinsame   Pfingstfest   mit   dem Kleintierzuchtverein   Jägersruh.   Rechtzeitig zum   Festbeginn   konnte   ein   in   Eigenarbeit gebauter   Weg   eingeweiht   werden,   der   die Festbesucher   auf   dem   Gang   zum   Zelt   bei schlechtem     Wetter     davor     bewahrt,     im Morast   stecken   zu   bleiben   -   was   oft   genug passierte.   Beide   Vereine   beteiligten   sich   an der      Realisierung      des      "Pfingststeiges Jägersruh".   Am   26.   Mai   2006   stießen   die Macher   darauf   an   (von   links):   Chefplaner und    Bauleiter    Peter    Strunz,    Georg    Frey vom             Gartenbauverein,             zweiten Züchtervereinsvorsitzenden               Roland Morgner                                                sowie Gartenbauvereinsjugendleiter                 Karl Toenges. Ein    andere    gemeinsame    Veranstaltung    der    beiden    Vereine    feiert    in    diesem    Jahr    Premiere:    Der Martinsumzug   am   11.   November.   Während   und   nach   dem   Umzug   war   der   Züchterheim-Saal   geöffnet, in    dem    sich    die    Vereine    und    Privatpersonen    mit    Verkaufstischen    präsentieren    und    mit    allerlei Schmankerln für das leibliche Wohl sorgen. Abermals   einen   Umbruch   in   der   Vereinsführung   gibt   es   2007.   Gisela   Gruber,   Marion   Junggiereck, Heike   Kießwetter   und   Peter   Strunz   stellten   ihre   Ämter   aus   unterschiedlichen   Gründen   zur   Verfügung.   In geheimer    und    schriftlicher    Wahl    wurde    Dieter    Feustel    mit    46    von    47    Stimmen    zum    Vorsitzenden wiedergewählt.   Neuer   zweiter   Vorsitzender   wird   Thomas   Becher,   neue   Kassiererin   Susanne   Seuß   und neue    Schriftführerin    Elke    Becher,    die    gleichzeitig    Leiterin    der    Kindergruppe    ist.    Alle    übrigen Vereinsleitungsmitglieder wurden per Akklamation in ihren Ämtern bestätigt. Für   40-jährige   Treue   werden   Oskar   Kießling   und   Siegfried   Seidel   mit   der   goldenen   Ehrennadel ausgezeichnet. Glanzpunkte   in   diesem   Jahr   sind   der   Videovortrag   am   17.   März   von   Kapitän   und   Vereinsmitglied   Rainer Sokolowski     über     eine     Tankerfahrt     von     Fernost     nach     Amerika,     ein     erstmals     durchgeführter Sommerschnittkursus   von   Baumpfleger   Ernst   Ploß   Ende   Juni   sowie   der   Vereinsausflug   am   14.   Juli   zur Bundesgartenschau in Gera und Ronneburg. Seit 50 Jahren beim Verein:  Ehrenmitglied Max Röder Ein   Mann   ist   seit   50   Jahren   beim   Gartenbauverein   und   damit   sein   letztes   Urgestein:      Ehrenmitglied Max    Röder.    Weil    er    mit    der    goldenen    goldenen    Ehrennadel    die höchste    Auszeichnung    des    Verbandes    schon    hat,    ist    er    bei    der Jahreshauptversammlung    am    15.    Februar    2008    mit    einer    einer Vereinsurkunde und einem Präsent geehrt worden.  Knapp   sieben   Jahre   nach   der   Gründung   am   25.   November   1951   trat Max   Röder   am   1.   Juli   1958   dem   Gartenbauverein   Jägersruh   bei, dem er in mehreren Funktionen gedient hat. Im   Jahr   1983   wurde   er   mit   der   Ehrennadel   in   Silber,   1998   mit   der   in Gold     ausgezeichnet.     Für     seine     außerordentlichen     Verdienste besonders   auch   um   den   Bau   des   Vereinsdomizils   wurde   er   zum Ehrenmitglied   ernannt.   Der   Gartenbauverein   ist   ihm   zu   großem   Dank verpflichtet.   Denn   in   seiner   Amtszeit   als   Vorsitzender   hat   sich   der Verein      rasant      entwickelt.      Mit      seinem      sympathischen      und verbindlichen     Wesen     hat     er     Mitglieder     in     Scharen     für     den Jägersruher Verein gewinnen können.
Die achtzehn Gründungsmitglieder  Eva Bock		Heinrich Pöhlau Hans Engelhardt	Fritz Posselt Hans Höpfner	Heinrich Rietsch Josef Hörath		Alfred Schaller Hermann Kaiser	Kurt Scherzer Kurt Klügel		Adam Schnabel Karl Künzel		Willi Schulz Rudi Löwel		Walter Steinhäuser Anton Müller		Theo Wunsiedler War  der Ideengeber und Antreiber für den Bau des Vereinsheislas: Ehrenmitglied Max Röder Röder wird bei der Frühjahrsversammlung am 24. Mai 1986 für seine Verdienste um den Verein geehrt. Wie rasant sich der Verein unter Röders Amtszeit entwickelt hat, verdeutlicht der Anstieg der Mitgliederzahl: Bei Röders Amtsantritt zählt der Verein 50 Mitglieder, am Ende seiner Amtszeit sind es 193. Max Röder kann für sich in Anspruch nehmen, den Gartenbauverein Jägersruh zu einem Aushängeschild für den Ortsteil, die gesamte Stadt und den Kreisverband Hof gemacht zu haben. Einen schweren Schlag muss der Verein am Ende des Jahres verkraften: Helmut Reuther stirbt am 19. Dezember 1998. Er hatte noch den zweiten Auftritt von Dreyschlag und Gerch sowie das von ihm so geliebte Theaterspiel zur Erntedankfeier vorbereitet, einer Leidenschaft, der er sich mit seiner Frau Petra über viele Jahre verschrieben hatte. Doch zum eigenen Auftritt reicht die Kraft nicht mehr. Eine großartige Würdigung erfährt die Arbeit des Vereins mit der Wahl seiner Vorsitzenden Doris Feustel (Bild) zur Nachfolgerin von Rudi Lunghard an der Spitze des Kreisverbandes Hof für Gartenbau und Landespflege am 11. März 2001. Bei der Jahreshauptversammlung des Jägersruher Vereins nur eine Woche später wird Doris Feustel mit dem Traumergebnis von fünfzig der fünfzig abgegebenen Stimmen als Vorsitzende im Amt bestätigt. Zu einem ihrer beiden Stellvertreter wird Karl Toenges neu gewählt. Max Röder 1964 - 1974 Schriftführer 1974 - 1987 Vorsitzender
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